Bürgerhilfe

Unter dem Titel „Bürgerhilfe in der Psychiatrie so notwendig wie schwierig“

(Nouvertne/Schöck 1998) heißt es:

Die Bürgerhilfe erklärt sich in erster Linie aus den Bedürfnissen und Leiden der psychisch Erkrankten selbst.

Drei zentrale Aspekte psychischen Leidens werden unterschieden:

  1. Das Leiden an den psychisch/psychiatrischen Symptomen;
  2. Das Leiden am Stigma (Fremd- und Selbststigmatisierung)
  3. Das Leiden unter der Isolation

Bürgerhilfe setzt insbesondere bei Punkt 2. und 3. an.

  • Durch zuverlässige und dauerhafte Kontaktangebote und gemeinsame Aktivitäten werden Hilfestellungen zur Überwindung von Isolation und Rückzugstendenzen gegeben.
  • Durch das Kennenlernen vieler verschiedener Menschen im sogenannten „Treff“ wird Hilfe zur Selbsthilfe ermöglicht.
  • Durch Informationsarbeit und durch die Präsenz  in der Gemeinde – wie z.B. die PSAK Kontaktstelle in Bad Honnef – wird die Akzeptanz psychischer Erkrankungen als etwas, was in der Gesellschaft dazu gehört, gefördert.
Bürgerhelfer/innen richten ihr Augenmerk nicht speziell auf die Erkrankung, sondern auf die ganze Person und deren Lebensbedingungen.
  • Sie wenden Zeit auf, ohne Zeit abzurechnen;
  • Sie pflegen Kontakte mit ihren psychisch kranken Mitbürgern ohne (therapeutische) Ziele  zu verfolgen;
  • Sie stellen ihre Zeit gerne und freiwillig zur Verfügung, dies signalisiert Wertschätzung;
  • Sie stellen wie in Bad Honnef  „Räume der Begegnung“  zur Verfügung . 

 

Kuchenverkauf im Reitersdorfer Park zu Gunsten des PSAK e.V.